Panikmache Staupe

 


Plötzlich überall Staupefälle?

Die Tierhalter sind inzwischen kritisch und hinterfragen.
Nachdem Sie sich informiert haben, kommen die meisten zu dem Rückschluss "Impfen? Nein, danke!"

Mit dem sinkenden Absatz der Impfstoffe steigen die Meldungen der Staupefälle, Verdacht auf Tollwut usw.
Die Bevölkerung soll verunsichert werden.

Leider wirkt diese Panikmache gerade bei den Haltern, die sowieso impfen.

Wussten Sie eigentlich, dass der Staupestammvirus eng mit dem Masernvirus verwandt ist?

Und rein zufällig grassiert zeitgleich eine Masernepedemie... Für wie dumm werden wir eigentlich gehalten...???


Dr. Jutta Ziegler

Auch in der Tiermedizin sind Angstkampagnen üblich. Die jüngste ist sicherlich die Ausrufung einer Staupeepidemie im November 2012. Das hat mich sehr stark an die Panikmache bei EHEC und Co. erninnert. "Es wird vermutet, dass es sich um ein neues Staupevirus handelt", hieß es. Einige Füchse in Deutschland starben, und die Untersuchung ergab als Ursache ein Staupevirus. In den Medien wurde sofort aufgerufen, alle Hunde unverzüglich gegen Staupe zu impfen, da die Schuld an diesem vermehrten Auftreten auf die überhandnehmende Impfmüdigkeit mancher Tierbesitzer zurückzuführen sei. Auch in der Schweiz und in Bayern gab es in den letzten Jahren mehrere Staupefälle unter Füchsen. Aus dem Vet Magazin vom 7. Juli 2008: "Da Staupe besonders für Hunde gefährlich werden kann, sollten Hundebesitzer unbedingt den Impfstatus ihrer Vierbeiner überprüfen und gegebenenfalls ihre Schützlinge nachimpfen lassen." Dass dieses Staupevirus auf Hunde nicht übertragbar war, wurde mit keinem Wort erwähnt. Es wurde auch kein einziger Fall erwähnt, wo dieses Staupevirus von einem Fuchs auf einen Hund übertragen wurde. Hier wird deutlich, dass die Öffentlichkeit nur bestimmte Fakten erfährt. Die wichtigsten Tatsachen werden einfach verschwiegen. Hundebesitzern wird Angst gemacht, dass ihre Hunde krank werden könnten. Das genügt, um "impfmüde" Hundebesitzer zur Impfung zu treiben. Auch bei Hunden gab es in den 1980er und 1990er Jahren (nicht von Füchsen verursachte) Staupeausbrüche. Hier wurde die Ursache ebenfalls auf die nachlassende Impfmoral der Tierbesitzer zurückgeführt. Die Wahrheit sieht aber ganz anders aus: Diese Ausbrüche wurden von Feldvirusstämmern verursacht, gegen die vorhandene Impfstoffe überhaupt nicht wirksam waren, es erkrankten damals geimpfte UND nicht geimpfte Hunde. Auch das wurde in den Medien verschwiegen.

Auch werden bei solchen Erkrankungen IMMER entscheidende Fragen vernächlässigt: Unter welchen Bedingungen wurden die betroffenen Hunde gehalten, wie sieht ihr Immunstatus aus, und handelt es sich vielleicht um einen neuen Virustyp (Mutation)? In den letzten Jahren gibt es immer auch wieder Staupefälle bei Hunden, die aus dem Osten eingeführt werden. Aber auch hier darf die Tatsache nicht verschwiegen werden, dass diese Welpen unter den schlechtesten Bedingungen aufgezogen werden, viel zu früh von der Mutter wegkommen und zusätzlich noch dem Transportstress ausgesetzt sind. Erinnern wir uns: Der Keim allein macht dann krank, wenn er auf geeigneten Nährboden trifft. Die Pest im Mittelalter traf auf eine stark unterernährte, im Dreck lebende Bevölkerung. Und so verhält es sich auch bei den zu "Epidemien" abgestempelten Staupefällen bei aus dem Osten eingeführten Hunden. Unter artgerechten Bedingungen aufgezogene Welpen erkranken nicht.

Quelle


Das Buch von Frau Dr. Jutta Ziegler kann ich nur wärmstens empfehlen. Sie erklärt faktisch und einleuchtend!


Druckbare Version