Nebenwirkung: Ebola

Nebenwirkung: Ebola
Hans U. P. Tolzin

Wären beim allerersten angeblichen Ebola-Ausbruch im Jahre 1976 nicht nur Virologen, sondern auch Toxikologen Teil der Untersuchungsteams gewesen, wäre es vielleicht niemals zur Entdeckung einer neuen Viruskrankheit namens »Ebola« gekommen. Denn dann hätte man beim Nzara-Ausbruch im Süden des Sudans auch Vergiftungen durch Pestizide und Chemikalien als Ursache in Erwägung gezogen sowie mögliche Nebenwirkungen durch routinemäßig verabreichte Malariamittel, Entzündungshemmer und Impfungen. Doch es waren keine Toxikologen mitgereist. Diesen fatalen Fehler wiederholt die WHO fast 40 Jahre später auch beim aktuellen Ausbruch. Wer nur nach bestimmten Dingen sucht, findet natürlich auch nichts anderes.

»Virologen allein im Urwald« titelt die Ebola-Ausgabe der Zeitschrift impf-report. Diese Überschrift soll auf den Umstand hinweisen, dass der übliche Virologe bei der Ursachensuche niemals etwas anderes als Viren finden wird. Da so gut wie jede Entzündungsreaktion des Körpers von viraler Aktivität begleitet wird, hat der Virologe es nicht schwer, seine Vorgesetzten und Kollegen davon zu überzeugen, dass es einen ursächlichen Zusammenhang gibt. Denn die Virologen-Zunft lebt von der Bosheit der Viren. Untersuchungen führen zu Publikationen, vielleicht auch zu Ruhm und Ehre – oder sogar zu millionenschweren Forschungsgeldern. Wer am lautesten »Virus« schreit, bekommt am Schluss das größte Institut.

Doch wir haben andererseits ständig eine Vielzahl von Viren in uns. Nur ein einziges von zahlreichen Beispielen: So gut wie jede Frau kommt im Laufe ihres Lebens wenigstens einmal mit dem humanen Papilloma-Virus in Kontakt, der angeblichen Ursache von Gebärmutterhalskrebs. Doch nur ein verschwindend geringer Bruchteil der Infizierten erkrankt daran – ein deutlicher Hinweis, dass es noch andere wesentliche Ursachen und Auslöser für die Erkrankung geben muss.

In manchen Gegenden Afrikas haben Studien zufolge bis zu 20 und mehr Prozent der Bevölkerung die Ebola-Infektion subklinisch, also symptomlos (ohne Erkrankung), durchgemacht. Die Konsequenz: Wie bei anderen Labortestergebnissen auch, können trotz eines positiven Ebola-Befundes in Wahrheit ganz andere Ursachen vorliegen.

Die ersten Erkrankungen in Nzara betrafen denn auch die Arbeiter einer Baumwollfabrik, die ohne geeignete Schutzmaßnahmen täglich mit hochgiftigen Chemikalien arbeiten mussten – von den Pestizid-Ausdünstungen des Rohmaterials einmal ganz abgesehen. Mögliche Nebenwirkung: Ebola-Symptome. Die typischen Anfangssymptome, Kopfschmerzen, Fieber, Abgeschlafftheit, wurden üblicherweise mit Antimalariamitteln, Entzündungshemmern und/oder Antibiotika behandelt. Mögliche Nebenwirkung: Ebola-Symptome.

Bei meiner Reise nach Guinea ins Ebola-Ausbruchsgebiet ging es also darum, nach dem oder den unbekannten Faktoren zu suchen, die für die schweren Erkrankungen und Todesfälle zumindest mitverantwortlich sind. Meine Recherchen ergaben, dass wie damals 1976 auch beim aktuellen Ausbruch kein einziger Toxikologe an den Ermittlungen beteiligt war.

Man kann nicht sagen, dass diese Teams die Hinweise z. B. auf Pestizidvergiftungen, Medikamenten- und Impfstoff-Nebenwirkungen einfach ignoriert hätten. Denn dazu hätten ihnen diese Hinweise erst einmal vorliegen müssen. Das war wohl nicht der Fall, denn wer bestimmte Fragen von vornherein nicht stellt, bekommt in der Regel auch keine entsprechenden Antworten.

Den Untersuchungsteams ist sogar entgangen, dass zumindest die ersten Todesfälle im Dorf Meliandou im Dreiländereck Guinea/Liberia/Sierra Leone positiv auf Malaria getestet wurden. Merkwürdigerweise wurden die Patientenproben, die zur genaueren Untersuchung nach Europa geschickt wurden, nicht nochmal auf Malaria hin überprüft, sondern nur auf Ebola und Lassa-Fieber. Toxikologische Untersuchungen wurden laut der von mir gesichteten Literatur ebenfalls nicht vorgenommen.

Labortests können täuschen: Vergiftungen führen zu Entzündungsreaktionen, Entzündungsreaktionen verändern die Biochemie des Körpers und Labortests reagieren auf die veränderte Biochemie. Die Interpretation der Ergebnisse hängt sehr von der medizinischen Weltanschauung des Bearbeiters ab.

Es spricht deshalb einiges dafür, dass es sich bei der angeblichen Ebola-Epidemie in Wahrheit wohl eher um eine Malaria-Epidemie handelt, wobei zusätzliche Faktoren (meiner Ansicht nach Vergiftungen) für die ungewöhnliche Häufung von schweren Verläufen sorgen.

Gerne hätte ich in Guinea auch die Person interviewt, die möglicherweise als Erste den Gedanken an Ebola ins Spiel gebracht hat. Leider ist mir dies nicht gelungen, denn der hochrangige Armeearzt aus der Hauptstadt Conakry, ein früherer Gesundheitsminister, hielt mich tagelang hin, sodass ich schließlich ohne Interview wieder nach Hause fliegen musste.

Fazit: Die angebliche Ebola-Seuche hat andere Ursachen. Angesichts der weltweiten Panikmache und der willkürlichen Interpretation von Laborwerten wäre zu überprüfen, welche Motive wirklich hinter dieser Kampagne stehen.

Quelle


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