Tollwut, wenn man ins Ausland möchte

Warum Tollwut impfen?

Bei Ausreise ist es gesetzlich verpflichtend, Tollwut zu impfen. Vereine und auch Ausstellungsveranstalter schreiben oftmals ebenfalls eine gültige Tollwut-Impfung vor, um teilnehmen zu dürfen, bzw. das Gelände überhaupt betreten zu dürfen.

Quelle


Sind wir noch tollwutgefährdet?

Übersicht über die Immunitätsdauer der TOLLWUTKOMPONENTE der Veterinärimpfstoffe [76 KB]


Fuchs und Hund und Fledermaus

Was von der Tollwut übrig blieb

Es ist eine weit verbreitete Neigung der Menschen, die Kleineren und Schwächeren zu erschrecken. Schon als Kind hat jeder schon einmal erfahren, dass er durch Schaudergeschichten das Fürchten gelernt hat. Im Familienkreis ist das oft nur ein harmloses Spiel, das darin endet, dass die Kleinen beruhigt werden und ihnen erklärt wird, dass alles sei nur Spaß gewesen.

Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Mann?

In der Familie dienen solche Geschichten auch guten Zwecken. So ist es sicher gut gemeint, Kinder, die an Flüssen oder Teichen wohnen, vor dem Wassermann zu warnen, der mit langen Armen nach den Kindern greift, um übermütige Kinder, die noch nicht schwimmen können, ins tiefe Wasser zu ziehen. Auch die Kindermärchen handeln vom bösen Wolf im finstern Wald oder dem Wolf mit der verstellten Stimme.
Ebenso versuchen die Herrscher und Mächtigen im Staat mit ähnlichen Geschichten, Untertanen und Bürger in ihrer Gewalt zu halten. Heute gibt es vor allem wirtschaftliche Gruppen, die den Menschen Angst einjagen wollen, um ihre Produkte zu verkaufen. Sehr wirkungsvoll sind dabei Warnungen vor Seuchen wie Pocken und neuerdings der erfundenen Pandemie, einer Grippeepidemie, welche über den ganzen Erdball hinweg Millionen von Menschen hinwegraffen soll.

Fabeln statt Wissen

Die Tollwut ist ein Musterbeispiel dafür, wie es gelingt, mit Fabeln und Aberglauben, die auf die tief sitzenden Ängste der Menschen zielen, Schreckgespenster zu verbreiten. Die Vorstellungen von Tollwut werden durch Gruselromane und Filme, volkstümliche Erzählungen und auch das an Schaudermärchen reichhaltige Jägerlatein genährt. Es werden alte Mythen und Sagen von Werwolf, Vampiren, Graf Dracula und Fledermäusen bunt zusammengewoben. Dazu kommen noch die Bilder von reißenden Wölfen, streunenden Hunden und räudigen Füchsen, welche dann in der Vorstellung der unwissenden Menschen ein grauenhaftes Krankheitsbild hervorrufen soll.

Wirkliches, sachliches Wissen fehlt selbst den Absolventen der medizinischen Fakultät. Sie haben in ihrem Studium höchstens von Schlingkrämpfen, Wasserscheu, Speichelfluss und Schaum vor dem Mund, eigenartigem Verhalten der erkrankten Tiere gelernt. Freilich haben die Medizinstudenten von so genannten Negri’schen Körperchen im Hippocampus (Teil des Gehirns) gehört, die es angeblich nur bei der Tollwuterkrankung geben soll. Ein befreundeter, jüngerer Arzt, der schon einige Jahre in der Praxis war, erzählte mir, dass er einen kleinen, sehr zierlichen Rassehund angeschafft hatte. Eines Tages, der Welpe war etwa sechs Monate alt, begann dieser eigenartig zu heulen. Er war offenbar bemüht, sich zum ersten Mal in Bellen und Heulen zu üben. Sofort schoss es dem Arzt durch den Kopf, das könnte Tollwut sein und er wandte sich voll Angst an den Hundezüchter

Was ist nun wirklich Tollwut?

Schon im Altertum ist von der Hydrophobie, der heftigen Angst vor dem Wasser die Rede.
Die Schlingkrämpfe sind beim Hund, dem Wolf und dem Fuchs naturgemäß heftiger als bei anderen Tieren. Die Angehörigen dieser Tierfamilie schlingen das Futter hinunter, statt wie das Rind, das ja im Vergleich zum Hund endlos lang das Futter kaut und wiederkaut, um es schlucken zu können.
Die Abscheu vor dem Wasser und die Schlingkrämpfe hängen miteinander zusammen. Menschen, die Hunde halten, beobachten häufig, dass ihre Tiere, bevor sie verenden, immer weniger in der Lage sind, zu trinken. Sie stellen sich zum Wasser und hören auf zu trinken, nachdem sie einige vergebliche Versuche zu trinken unternommen hatten. Die Ursache dieses Symptoms geht auf eine Schädigung im Hirnstamm zurück. Dort entspringen die für den komplexen Schluckvorgang verantwortlichen Hirnnerven, nämlich der IX., X. und XI. Gehirnnerv (N. glossopharyngeus, N. vagus und N. accsessorius). Diese Schädigung kann durch die verschiedensten Erkrankungen ausgelöst werden. Dazu gehören allgemeine degenerative Prozesse des Gehirns, Schlaganfälle, Blutungen infolge Traumen, Tumoren, Parasiten, Abszesse, verschiedenste Formen der Gehirnentzündungen, die wiederum mannigfaltige Ursachen haben können, Vergiftungen, stoffwechselbedingte Vergiftungen (Toxikosen) etc. Auf jeden Fall sind Schlingkrämpfe und die Unfähigkeit zu trinken bei zahlreichen Erkrankungen des Gehirns zu finden. Es sind daher diese Symptome nicht typisch für vermutete Tollwut. Sehr häufig entwickeln sich solche Symptome erst in den letzten Stadien tödlicher Krankheiten. Deswegen gilt die Tollwut als unheilbar und sicher tödlich.
Der vermehrte Speichelfluss und auch der Schaum vor dem Mund ist für die Befeuchtung des Futters oder der Beute notwendig, damit das Futter leichter geschluckt werden kann. Wenn also Tiere auf ihre Opfer oder Feinde losgehen, stellt sich vermehrt Speichelfluss ein. Dieses Phänomen findet sich auch bei sensiblen Menschen, wenn sie gereizt werden; daher kommt die Redensart, dass jemand vor Zorn schäumt.
L. Pasteur ließ Hunde an einem Brett festbinden, führte ein dünnes Glasrohr ins fixierte Maul der Tiere, um den Speichel zur Herstellung eines Impfstoffes zu gewinnen. Damals vermuteten die Menschen, das Virus müsse natürlich im Speichel des aggressiven Tieres sein. Diese Vorstellung gilt auch bis zur heutigen Zeit als Lehrmeinung. Im gesamten Tierreich haben einzig Giftschlangen Stoffe im Speichel, welche für die Verdauung der erbeuteten Tiere benötigt werden. Diese Gifte enthalten nämlich Stoffe, welche die Gewebe der Opfer auflösen. Dass also hungrige Wölfe und Füchse und zahlreiche andere Bewohner des Waldes ein Virus (lat.: Gift) im Maul herumtragen, ist reine Spekulation und offensichtlich ein Produkt gerne verbreiteten Aberglaubens.

Chemiker, Impfstoffbastler und Denkmal

L. Pasteur gab die Versuche, aus dem Speichel von Hunden ein Virus zu erhalten, auf und entnahm Hunden mittels Trepanation Gehirnmasse, das heißt durch Aufbohren des Gehirns von seiner Einschätzung nach an Tollwut leidenden Hunden. Diese so gewonnene Hirnmasse verarbeitete er zu einer Suspension (Aufschwemmung von Hirngewebe und Lösungsmitteln) und spritzte diese den gesunden Hunden direkt ins Gehirn. Wenn diese Hunde darauf unter den Zeichen einer Gehirnerkrankung, Lähmungen, Krämpfen und Delirien zugrunde gingen, war das für ihn der Beweis, dass sie Tollwut hatten. Wie aber konnte er das Tollwutvirus zur Herstellung des Impfstoffes verwenden, wenn es erst fast hundert Jahre später möglich war, ein Virus im Elektronenmikroskop zu sehen und schließlich zu isolieren? Was hat Pasteur unter Virus verstanden? Was wusste er über die Krankheit Tollwut überhaupt?
Pasteur selbst war ja kein Arzt und es ist verwunderlich, wie es den Medien von damals gelang, Pasteur als den Retter vor Tollwut zu feiern und schließlich auf die höchsten Ränge des medizinischen Olymps zu erheben. Wir müssen nämlich noch der Frage nachgehen, was denn die Mediziner und der gefeierte Chemiker des neunzehnten Jahrhunderts unter Tollwut verstanden hatten.

Wer ist tollwütig?

Der Name Tollwut bezieht sich ja in erster Linie auf das seelische Verhalten des Kranken. Schreien, Brüllen, Heulen, Beißen, Kratzen, Schlagen, sich in der Zeit und der Örtlichkeit nicht auskennen, die Umgebung nicht erkennen, das alles sind dem psychiatrisch versierten Arzt vertraute Symptome verschiedenster Erkrankungen. Diese können durch Drogen, Alkohol und verschiedene Gifte hervorgerufen werden. Solche Zustände können auch im Verlaufe schwerer Stoffwechselkrankheiten, Infektionskrankheiten oder nach schweren Verletzungen, Schlafentzug etc. auftreten. Was aber der Tollwut vorausgehen musste, war ein Biss, ein Kratzer oder wenigstens eine Berührung mit einem vermeintlich tollwütigen Tier. Vor wenigen hundert Jahren sperrte man Menschen mit auffälligem seelischem Verhalten für mehrere Tage in einen Eisenkäfig, um herauszufinden, ob er an der Tollwut erkrankt war. Ein Kontakt mit einem tollwütigen Tier konnte dabei ruhig auch mehr als ein Jahr zurückliegen. Im Verlaufe eines Jahres hat aber fast jeder Mensch einen Kontakt mit Tieren, wenigstens mit Hunden oder Katzen.
Mit Hilfe des Mikroskops lässt sich Tollwut nicht diagnostizieren. Denn entzündliche Infiltrate im Hirnstamm finden sich bei zahllosen anderen Formen von Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) und können auf diesem Wege nicht unterschieden werden. Ja selbst mit den modernen Methoden der Virologie, PCR-Test und Immunologie, immunhistochemische Untersuchung von Biopsien der Nackenhaut, ist ein schlüssiger Nachweis der Tollwut nicht möglich. Um eine endgültige Diagnose zu stellen, die erst post mortem (nach dem Tod) ausgesprochen wird, gelten heute der Kontakt mit einem vermutlich tollwütigen Tier, eine Gehirnentzündung, die zum Tod führt, und das Ergebnis eines Referenzlabors. Hierbei ist zu bedenken, dass ein Labortest nur ein Hilfsbefund ist, der wenig über den Schweregrad einer Erkrankung aussagt. Wir müssen also zur Kenntnis nehmen, dass es nicht möglich ist, Tollwut ohne Zweifel zu beweisen.

Tollwut in den Schlagzeilen

Vor wenigen Jahren ging eine Meldung durch die Medien, nach welcher der überraschende Tod von Patienten, denen Herzen transplantiert worden waren, auf eine nicht erkannte Tollwut der Spender zurückzuführen wäre. Eher scheint die vermutete Tollwut willkommen gewesen zu sein, um von der missglückten Transplantation abzulenken. Denn die beschuldigte Tollwut ist nicht zu beweisen.
Schlagzeilen gab es über einen weiteren Fall von Tollwut in Graz im Jahre 2004. Während eines Marokkoaufenthaltes über mehrere Monate erkrankte der 23-jährige Niko eines Tages an heftigen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und hohem Fieber. Es war ihm auch ein vermehrter Speichelfluss aufgefallen. Er suchte ein Spital auf. Er gab dort an, dass er etliche Wochen davor mit einem Welpen am Strand gespielt hatte und von diesem auch mehrere Male angeknabbert wurde. Niko erhielt sofort eine Impfung gegen Tollwut. Wenig später ist er in ein tiefes Koma verfallen. Mit der Flugrettung wurde er nach Graz transportiert. Am Flughafen erwartete eine Schar von Pressefotografen den komatösen Patienten und es gab weltweit Schlagzeilen über diesen Fall von Tollwut. Einige Wochen später ist er auf der Infektionsabteilung der medizinischen Universitätsklinik Graz verstorben. Mir gab der Umstand zu denken, dass an der in den Medien verbreiteten Diagnose niemals Zweifel erhoben wurden. Nach seinem Tod ging ich der Sache nach. Ich konnte die Person finden, die Niko in Marokko begleitet hatte. Von ihr erfuhr ich nun die näheren Umstände. Niko hatte schon in seiner früheren Jugend eine Enzephalitis erlitten. Danach konnte er keiner regelmäßigen Arbeit nachgehen und verlor zunehmend den Kontakt zu seiner Familie. Er führte ein unruhiges, unregelmäßiges Leben. So ist er dann auch in Marokko als homo vagans (Vagabund) unter körperlichen Strapazen herumgezogen. Öfters hatte er auch im Freien, in der starken Sonne Marokkos geschlafen. Als die vorhin geschilderten Kopfschmerzen einsetzten, bemerkte er zu seiner Begleiterin, dass er Schmerzen im linken Arm und im Nacken verspürte. Das sei ganz gleich gewesen, wie bei ihm Jahre vorher die Enzephalitis begonnen hatte. Offenbar hatte Niko die Impfung gegen Tollwut im akuten Stadium nicht verkraftet. Es ist viel wahrscheinlicher, dass er an den Folgen der Impfung gegen Tollwut gestorben ist. – Da gab es also innerhalb kurzer Zeit Meldungen von Tollwut, die auf bloß auf Vermutungen beruhten.

Wer braucht die Tollwut?

Es ist doch eigenartig, dass es Tierärzten nicht erlaubt ist, tollwutkranke Tiere zu behandeln. Ebenso stimmt es mich nachdenklich, dass die Erkrankung an Tollwut als sicher tödlich gilt. Es gibt ja auch andere Entzündungen des Gehirns, die ausheilen und behandelt werden, z. B. FSME.
Ist diese Krankheit, die aus furchterregenden Mythen künstlich zu einer eigenen selbstständigen Krankheit entwickelt wurde, so lähmend, dass Ärzte jede Hoffnung verlieren, die Patienten zu retten? Oder dass Tiere beim ersten Verdacht auf Tollwut von Tierärzten sofort erschossen werden? So geschehen nach einer glaubwürdigen Mitteilung, nach welcher ein Tierarzt auf den geringsten Verdacht hin eine gesunde Kuh vor den Augen des Tierhalters mit der Pistole getötet hat.
Oder gibt es Kräfte im Land, denen eine so furchtbare Krankheit für bestimmte Zwecke sehr gelegen kommt?
Forstbesitzer haben bestimmt nichts dagegen, wenn nicht zu viel Volk den Wald betritt. Auch die Jäger wird es nicht stören, wenn sie bei ihrer Arbeit von lärmenden Menschen nicht gestört werden. Ist es denkbar, dass bei zu großer Vermehrung der Füchse die Wildwirtschaft beeinträchtigt wird? Benötigen die Anhänger der Fuchsjagden die Tollwut der Füchse als Ausrede, um dieser fragwürdigen Passion frönen zu können? – Oder gibt es nicht noch andere Gründe, um ein so tief sitzendes Schreckgespenst, wie es die Tollwut ist, immer wieder an die Wand zu malen?

Militär und Macht

Es ist unbestreitbar, dass große Angst die Menschen unfähig macht, sich zu wehren. Täuschungsmanöver, die bei Menschen Furcht auslösen, sind seit jeher bewährte Methoden erfolgreicher Kriegskunst. Welche Assoziationen wecken Hubschrauber, die Tollwutköder über die Wälder abwerfen? Welche Gefühle und Vorstellungen rufen die Warntafeln "Tollwutsperrgebiet" hervor? Die Verordnung, dass bei Auffinden eines tollwütigen Tieres eine Sperrzone von mehreren Kilometern im Umkreis errichtet wird, wäre doch nur dann sinnvoll, wenn sich das beschuldigte Virus ähnlich einer Granate, also explosionsartig ausbreitet. Oder könnte der verendende Meister Reineke noch eine Unmenge von mit Tollwutvirus angereichertem Speichel über viele Quadratkilometer in dichtestem Gestrüpp versprühen? Sind daher für die Dauer von Wochen alle Nager, andere Füchse und Jäger und schließlich sogar Fledermäuse mit Viren imprägniert worden? und ergießt sich nun die große Tollwutwelle auf Mensch und Tier?

Mythos und Wahrheit

Über Tollwut gibt es verschiedene Vorstellungen und zugleich wenig wirkliches Wissen. Die klassischen Symptome der Tollwut Schlingkrämpfe, Wasserscheu, Speichelfluss und Schaum vor dem Mund, aggressives oder eigenartigem Verhalten wurden im Laufe der Zeit lehrbuchmäßig zu einem furchterregenden Krankheitsbild zusammengefasst. In dieses Krankheitsbild sind im Laufe der Zeit auch viele Elemente aus der Welt der Sagen und Mythologie eingeflossen.
Die vorherrschende Meinung ist jene, dass tollwütige Tiere andere Tiere und auch Menschen anfallen und nun auch diese Opfer wiederum selbst tollwütig und aggressiv werden.
Bei näherer Untersuchung stellt sich jedoch heraus, dass die Symptome, die in früheren Jahrhunderten der Tollwut zugeordnet wurden, ebenso bei verschiedenen anderen Krankheiten des Nervensystems zu finden sind. Im Licht der modernen Medizin muss sogar davon ausgegangen werden, dass die Vorstellung, Tollwut sei eine eigenständige Krankheit mit eigenem spezifischem Virus als Krankheitsursache, nicht mehr zu halten ist. Es ist bis heute nicht möglich, die Tollwuterkrankung durch mikroskopische und labormedizinische Untersuchungen eindeutig zu beweisen.
Wir haben es in Wahrheit mit einem überlieferten Phantom zu tun, welches bei abergläubischen und leichtgläubigen Menschen leicht Anklang findet.
Mächtige Interessensgruppen versuchen, den Glauben an die Tollwut durch laufende Propaganda aufrecht zu erhalten. Dazu gehört in erster Linie die Impfindustrie. Die Drohung mit dem Schreckgespenst lässt bis heute das weiterhin existieren, was von der Tollwut übrig blieb, die Impfung gegen Tollwut.

Quellen:
"Kulturgeschichte der Seuchen" Stefan Winkle, 1997
"Kritische Analyse der Impfproblematik" Anita Petek-Dimmer, 2005

"Travel-associated Rabies in Austrian Man"
Robert Krause, Zoltán Bagó, Sandra Revilla-Fernández, Angelika Loitsch, Franz Allerberger, Peter Kaufmann, Karl-Heinz Smolle, Gernot Brunner and Guenter J. Krejs
Emerging Infectious Diseases www.cdc.gov/eid Vol. 11, No. 5, May 2005

Roberto Rotondo (Hamburg), www.transplantation-information.de am 22.02.2005

Dr. Johann Loibner
Ligist, 2. Februar 2009

Quelle


Sie reisen ins Ausland?
Leider wird von vielen Reisenden verlangt, dass sie ihren Hund gegen Tollwut impfen lassen müssen, bevor sie einreisen.
Die Impfung muss dann mindestens 21 Tage alt sein, ansonsten darf der Hund nicht mit einreisen.
Das ist so, und dagegen können Sie sich nicht wehren.
Lesen Sie hier die geänderte Tollwutverordnung:
Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut (Tollwut-Verordnung)


Aktuelle Einreisebestimmungen

Länder-Sonderregelungen werden ab 1.1.2012 mit der EU-Verordnung 998/2003 harmonisiert.
Die Übergangsmaßnahme, die für:
- das Vereinigte Königreich,
- Norwegen,
- Malta,
- Irland,
- Schweden
bezüglich der Tollwut-Antikörpertiterbestimmung (0,5 IU/ml) galt, wird Ende 2011 ihre Gültigkeit verlieren.

Durch diese wichtige Änderung ist ab 1.1.2012 die Tollwut-Antikörpertiterbestimmung für Hunde, Katzen und Frettchen zur Einreise in diese Länder aus Deutschland nicht mehr erforderlich.

Außerdem wird die Zeckenbehandlung nur noch empfohlen und nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Für die Echinococcus-Behandlung (Bandwurm) werden die neuen Regelungen noch festgelegt.

Quelle


Einreisebestimmungen für Hunde

Belgien:
Allgemeine Leinenpflicht sowie Maulkorbpflicht für gefährliche Hunde. 
Dänemark:
Seit dem 01.07.2010 ist die Haltung, Zucht und Einfuhr von folgenden Hunderassen in Dänemark verboten, wenn sie nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden: Pitbull Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Owtscharka, Kaukasischer Owtscharka, Südrussischer Owtscharka, Tornjak, Sarplaninac, ebenso deren Mischlinge. Es obliegt dem Halter des Hundes, die Rasse oder den Typ zu dokumentieren, ebenso den Zeitpunkt der Anschaffung. Personen, die Hunde der betreffenden Rassen vor dem 17. März 2010 angeschafft haben, müssen den Hund auf Straßen, Wegen, Fußwegen und Plätzen an einer maximal 2 m langen Leine führen. Der Hund muss einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Diese Übergangsordnung gilt jedoch nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln ab 01.07.2010 verboten waren.
Durchfahrt durch Dänemark: Das Verbot betrifft nicht Hunde, die nur auf der Durchfahrt durch Dänemark mitgeführt werden. Der Transport von Hunden ist somit nach wie vor erlaubt, wenn der Hund nicht das Fahrzeug verlässt und der Transport ohne weiteren Aufenthalt in Dänemark durchgeführt wird. Kurzzeitige Aufenthalte außerhalb des Fahrzeuges, wenn es für den Hund notwendig ist (frische Luft, Gassi gehen), sind erlaubt.
Alle anderen Hunde sind in Dänemark erlaubt.

Hinweis: Hierzu schreibt die dänische Botschaft: Von: Birgit Frauke Stöber [mailto:birsto@um.dk] Gesendet: Montag, 11. Februar 2013 16:46
"Wir bedauern, dass Ihre Kunden verunsichert sind und Sie von uns bisher nicht ausreichend informiert worden sind. Da wir hier an der Botschaft keinen Repräsentanten des zuständigen Ressorts haben, sind die Wege etwas länger. Im Zweifelsfall wird allen Hundebesitzern empfohlen, eine Dokumentation mit dem Erwerbsdatum wie z. B. eine Quittung über den Kauf mitzubringen. Ansonsten akzeptiert die dänische Polizei für Hunde, die nicht einer der verbotenen Rassen angehören, die relevanten deutschen Papiere vom VDH oder deutschen Tierärzten. Mit weiteren konkreten Fragen können Sie sich auch an folgende Adresse wenden: http://www.foedevarestyrelsen.dk/english/Contact/Pages/default.aspx
Mit freundlichen Grüßen,
BIRGIT FRAUKE STÖBER, PRESSE- & KOMMUNIKATIONSATTACHÉ, DIRECT +49(0) 30 50502203, DANISH EMBASSY, BERLIN, KÖNIGLICH DÄNISCHE BOTSCHAFT / D-10787 BERLIN
PHONE +49 (30) 5050 2000 / TYSKLAND.UM.DK"
Hinweise auch auf der Seite der dänischen Botschaft in Berlin

Mehr Sicherheit für Hundebesitzer in Dänemark. Am 1. Juli 2014 wurde das dänische Hundegesetz geändert.
Streunende Hunde sind besser geschützt und bei Fällen von Bissverletzungen können Hundebesitzer die Einschätzung eines Sachverständigen einfordern.
Das neue Hundegesetz beinhaltet Änderungen zum sogenannten Bissverletzungsparagraphen ("skambid"). In Zukunft können Hundebesitzer hierzu die Einschätzung eines Hundesachverständigen einfordern. Dieses neue Gesetz soll sowohl dänischen Hundebesitzern als auch ausländischen Touristen mit Hund mehr Sicherheit geben. Eine weitere Änderung sieht vor, dass es Grundbesitzern nicht länger erlaubt ist, auf einen Hund zu schießen, die auf ihrem Eigentum umherstreunen. Hundebesitzer riskieren dagegen ein Bußgeld von bis zu €270, wenn ihr Hund zum wiederholten Mal auf einem fremden Grundstück umherstreunt. Das existierende Verbot gegen 13 Hunderassen bleibt ohne Änderung in Kraft.
Weitere Informationen: Das Pressetelefon des Ministeriums: +45 20 91 59 01 (Quelle: Ministerium für Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei http://en.fvm.dk/focus-on/the-danish-dog-law/mehr-sicherheit-fuer-hundebesitzer-in-daenemark/ 
Finnland:
Alle Hunde, die älter als drei Monate sind, benötigen Bandwurmbehandlung (Echinococcus), längstens 30 Tage vor Einreise (ist durch Tierarzt im Heimtierausweis zu bestätigen). 
Frankreich:
Die Einreise mit bestimmten Hunderassen, fälschlicherweise oft als "Kampfhunde" bezeichnet, ist in Frankreich verboten bzw. nur unter bestimmten Auflagen erlaubt. Detaillierte Informationen zu den verbotenen Hunderassen und Auflagen finden Sie auf der Website der Französischen Botschaft
Großbritannien inkl. Nordirland:
Bandwurmprophylaxe muß 1-5 Tage (mind. 24 Std. und längstens 120 Std.) vor Einreise erfolgen. Rassebeschränkungen: Kampfhunde und deren Kreuzungen sind nicht erlaubt. Wichtig: Der Hundetyp ist ausschlaggebend, nicht der Rassename. Folgende Typen sind verboten: Dogo Argentino, Fila Brasiliero, Pitbull und Tosa. Weiteres: Bei Hunden, die direkt aus Finnland, Irland oder Malta eingeführt werden, ist keine Entwurmung erforderlich.
Die bisherige Blutuntersuchung und Vorbereitungszeit von ca. einem halben Jahr entfällt damit (seit dem 01.01.12). 
Irland:
Bandwurmprophylaxe muß 1-5 Tage vor Einreise erfolgen. Rassebeschränkungen: Kampfhunde und deren Kreuzungen sind nicht erlaubt. Wichtig: Der Hundetyp ist ausschlaggebend, nicht der Rassename. Folgende Typen sind verboten: Dogo Argentino, Fila Brasiliero, Pitbull und Tosa. Weiteres: Bei Hunden, die direkt aus Großbritannien bzw. Nordirland eingeführt werden, ist keine Entwurmung erforderlich.
Die bisherige Blutuntersuchung und Vorbereitungszeit von ca. einem halben Jahr entfällt damit (seit dem 01.01.12). 
Italien:
Ein Maulkorb und eine Leine sind mitzuführen. 
Kroatien:
Pit Bull Terrier und Pit Bull Mischlinge dürfen NICHT nach Kroatien einreisen! "Staffordshire Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bull Terrier and Miniature Bull Terrier" dürfen nur MIT FCI-Papieren einreisen. Diesen Rassen ist die Einreise nach Kroatien OHNE FCI-Papiere nicht gestattet! Ausnahme sind American Staffordshire Terrier-Mischlinge, die mit einem Heimtierausweis, in welchem die Mix-Rassen von einem Tierarzt eingetragen sind, einreisen dürfen. Maulkorb und Leine sind mitzuführen.
Alle anderen Rassen + Mixe sind erlaubt!
Ein gesondertes Gesundheitszertifikat wird NICHT benötigt. 
Niederlande:
Bisher war die Einreise mit Pitbullterriern und deren Kreuzungen in den Niederlanden verboten. Die Regelung für aggressive Tiere (RAD) aus dem Jahr 1993 ist am 1. Januar 2009 eingezogen worden und damit nicht mehr rechtsgültig. Alle Hunde dürfen in die Niederlande einreisen.  
Österreich:
Ein Maulkorb und eine Leine sind mitzuführen.
Das bedeutet aber nicht, die grundsätzliche Pflicht für alle Hunde, Maulkorb + Leine zu tragen. Vielmehr muss man sich über die jeweiligen Bestimmungen über Maulkorb- und Leinenpflicht bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde/Gemeindeamt erkundigen (vor Reiseantritt), ggf. auch Hundeführerscheinpflicht (z. B. für sog. "Kampfhunde" in Wien bei Aufenthalt über 1 Monat). 
Portugal:
Ein Maulkorb und eine Leine sind mitzuführen. In Bussen des öffentlichen Nahverkehrs dürfen Hunde nicht mitgeführt werden, in der staatl. Eisenbahn sind Hunde jedoch erlaubt. 
Schweden:
Folgende Einfuhranforderungen wurden aufgehoben: Antikörpertest für Tollwutimpfung, Entwurmung (nicht mehr zwingend, jedoch weiterhin empfohlen), Gesundheitsattest, Impfung gegen Leptospirose und Hundestaupe (nicht mehr zwingend, aber weiterhin empfohlen) sowie Einfuhrregistrierung/Genehmigung für Importeure. 
Schweiz:
U. a. sind Rasselisten nach Kanton zu beachten 
Tschechien:
EU-Bestimmungen. Leinen und Maulkorkpflicht werden von Gemeinden bzw. Städten in Ortsverordnungen geregelt.  
Ungarn:
Die Einreise mit so genannten Kampfhunderassen und deren Kreuzungen ist verboten. (Zu den "gefährlichen Hunderassen" gehören in Ungarn: Bullterrier, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullmastif, Tosa-Inu, Argentinische Dogge, Bordeaux-Dogge, Fila Brasiliero, Pitbull und Bandog sowie Mischlinge jeglicher Art der aufgeführten Rassen. Dobermann und Rottweiler zählen nicht zu den gefährlichen Hunderassen, auch deren Mischung nicht. Zu beachten ist es dabei, dass diese auch nicht für den Kampf ausgebildet sein dürfen.)
Hunde müssen in Ungarn auf öffentlich zugänglichen Plätzen an der Leine geführt werden, auf öffentlichen Verkehrsmitteln muss auch ein Maulkorb mitgeführt werden. 
http://www.gesetze-im-internet.de/tollwv_1991/BJNR011680991.html 

Quelle


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